Das nächste Highlight: Ein ungarischer Hexenkessel erwartet uns
Wir sind wieder in der richtigen Spur. Nachdem wir gegen Hypo Niederösterreich kurz von unserem Weg abgekommen sind und unser gesamtes Spiel von unserer Umgebung plötzlich in Frage gestellt wurde, haben wir uns wieder gefangen und uns in den letzten beiden Partien deutlich gesteigert. Wichtig ist, dass wir weiter an unser Konzept glauben und einander vertrauen. Tiefschläge wird es im Saisonverlauf wohl immer geben – wichtig ist, wie man sich danach wieder aufrichtet, nach vorne schaut und aus den Fehlern lernt.
Gegen Göppingen spürten wir, dass wir einigermaßen verunsichert waren. Diese versuchten wir durch Kampf und Emotionen vergessen zu machen, was uns im Spielverlauf immer besser gelungen ist. Und gegen Oldenburg folgte die nächste Steigerung. Beim VFL hatte ich das Gefühl, dass wir wie eine Maschine funktionierten: Wenn wir ein Tor brauchten, warfen wir auch eins.
Auch als wir in der zweiten Halbzeit plötzlich mit einem Tor zurücklagen, behielten wir die Nerven. Wir hatten bis dahin das Spiel dominiert und glaubten daran, endlich wieder in Oldenburg siegen zu können. In den letzten Jahren ist uns das nicht gelungen. Unser Selbstbewusstsein ist zurück und das ist unheimlich wichtig, wenn wir am Sonntag im Hexenkessel von Debrecen bestehen zu können.



Um uns auf dieses heiße Spiel vorzubereiten, hatten wir am Dienstag ein weiteres Mentaltraining. Hier übten wir schnelle und einfache Atemübungen zur Entspannung, die wir während Stressphasen im Spiel anwenden können. Auch Kommunikation wird in der lauten Halle wohl kaum möglich sein, umso wichtiger wird das blinde Verständnis sowie die Körpersprache.
Eigentlich ist es ziemlich einfach: Wenn jede Spielerin ihr absolut Bestes in diesen 60 Minuten gibt, dann können wir gewinnen und die Heinniederlage gegen Hypo vergessen machen. Dieses Spiel wird eine große Herausforderung für uns als Mannschaft und ich bin mir sicher, dass wir bestehen können, wenn wir füreinander einstehen.



Die große Reise beginnt am Donnerstag um 22 Uhr. So eine Nachtfahrt mit dem Bus schlaucht extrem, sodass am Freitag in Ungarn nur ein lockeres Läufchen zur Regeneration ansteht. Sicher haben wir dann auch ein bisschen Zeit, um uns die Stadt anzusehen. Am Samstag lernen wir dann beim Abschlusstraining die Spielhalle kennen. Und dann geht es auch schon fast los. Ich hoffe, dass ich hier in der nächsten Woche von einem tollen Sieg schreiben kann. Und wenn wir das schaffen, dann sind wir endgültig in unsere Spur zurückgekehrt!!
Eingefügt in Einblicke, Spielberichte am 03.11.2010, 11:04 Uhr
